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Storage für VMware-Umgebungen: vSAN, SAN und externe Arrays richtig einordnen

Storage-Design in virtualisierten Rechenzentren ist eine Architekturentscheidung und keine reine Kapazitätsfrage. Neben nutzbarer Größe bestimmen Latenz, IOPS, Durchsatz, Ausfallsicherheit, Multipathing, Rebuild-Verhalten, Snapshot- und Replikationsfunktionen sowie der Lifecycle von Firmware und Treibern die technische Eignung.

vSAN als integrierte Storage-Schicht

VMware vSAN ist eng in vSphere beziehungsweise VMware Cloud Foundation integriert und nutzt lokale Datenträger der ESX-Hosts als verteilten Datenspeicher. Mit VCF 9.1 erweitert Broadcom die Express Storage Architecture unter anderem um Kompressionsfunktionen und globale Deduplizierung. Ob diese Funktionen für einen konkreten Workload sinnvoll sind, hängt von Datenprofil, Performanceziel und Hardware ab.

Externe Arrays bleiben relevant

Fibre-Channel-, iSCSI- oder NVMe-basierte Arrays können weiterhin sinnvoll sein, etwa wenn bestehende SAN-Infrastrukturen, zentrale Replikation, unabhängige Storage-Lifecycles oder spezifische Verfügbarkeitsanforderungen genutzt werden sollen.

Bei klassischem SCSI-Storage unter ESXi sind Native Multipathing Plugin (NMP), SATP/PSP-Zuordnung, ALUA-Verhalten, HBA-Treiber, Firmware und Zoning zu beachten. Dell dokumentiert für PowerStore im SCSI-Kontext beispielsweise VMW_SATP_ALUA und Round Robin. Diese Vorgaben dürfen nicht pauschal auf andere Arrays übertragen werden.

NMP ist nicht HPP

Für NVMe-oF verwendet ESXi den High Performance Plugin (HPP)-Pfad statt der klassischen NMP/SATP/PSP-Logik. Deshalb müssen SCSI-Multipathing-Empfehlungen und NVMe-oF-Empfehlungen getrennt betrachtet werden. Ein korrektes Design folgt der jeweiligen Protokoll- und Herstellerdokumentation.

Kompatibilität ist Teil des Designs

Mit VCF 9.x bleibt die Prüfung des gesamten Hardware-Stacks zentral. Broadcom verweist für unterstützte Server- und Komponentenstände auf den Broadcom Compatibility Guide. Neben dem Servermodell müssen CPU, NICs, HBAs, Storage-Controller, Geräte sowie Firmware- und Treiberkombinationen betrachtet werden.

 

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